Wie bei allen anderen Sportarten auch, gibt es im Golfsport eine beeindruckende Entwicklung zu beobachten. Golf wird bereits seit Jahrhunderten praktiziert. Die Geschichte des Golfballs liest du in folgendem Artikel.

Im 14. bis 17. Jahrhundert wurden die Golfbälle noch aus Holz gefertigt. Dazu wurde sehr hartes Holz wie zum Beispiel Buche oder Buchsbaum verwendet. Dementsprechend sah auch die Form der frühen Golfbälle aus, welche lediglich grob abgerundet wurden. Die Fertigung von Golfbällen übernahmen Bogenmacher, da diese über das nötige Werkzeug für die Herstellung verfügten. König James II sorgte 1447 dafür, dass das Golfspiel als illegal betrachtet werden muss, weil er befürchtete dass seine Untertanen sich weniger mit den Übungen an Pfeil und Bogen und dafür mehr mit dem Golfball beschäftigten. Dennoch übte die privilegierte Masse diesen Sport auch weiterhin aus.

Golfbälle aus Hühnerfedern

Parallel dazu wurde der sogenannte Feathery Ball gefertigt. Vom Beginn des 14. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Ball aus Leder hergestellt und mit Pferdehaar oder Tierwolle gefüllt. Der Feathery Ball verlor jedoch schnell an Widerstandskraft und schnell entdeckte man, dass die Golfbälle beweglicher und robuster werden, wenn sie mit Federn ausgestattet sind. Die Herstellung dieser Golfbälle war aufwändig und erforderte Geschick. Hunderte Arbeiter waren daran beteiligt, diese Bälle zu produzieren und übten untereinander einen erbitterten Konkurrenzkampf aus. Dazu wurden ein rechteckiges und zwei Runde Teile aus Leder geschnitten in heißem Wasser aufgeweicht und zusammengenäht. Anschließend wurde der Ball auf links gedreht, mit Hühnerfedern befüllt, zugenäht und rundgeklopft.

Kautschuk aus Malaysia

Zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts löste der „gutta-percha“-Ball den Feathery Ball ab. Der Gutty-Ball sollte aus einem robusteren Material gefertigt werden. Dazu entdeckte der schottische Golf-Fanatiker „Reverend James Patterson“ in Malaysia die kautschukähnliche Substanz „gutty percha“. Er nahm den getrockneten Saft des „Sapodilla-Baums“ als Verpackung mit nach Hause, indem er eine Statue darin einwickelte. Dort angekommen spielte er unaufhörlich mit diesem Material und schon bald nutzten zahlreiche Firmen diese Substanz, um daraus stabilere Golfbälle herzustellen. Zunächst wurden die Bälle noch mit glatter Oberfläche hergestellt. Doch schnell merkten die Spieler, dass sich die Bälle besser abschlagen lassen, wenn diese bereits zahlreiche Dellen, durch das Schlagen aufwiesen. Daraus entstand der Gutty, dessen Oberflächenstruktur angepasst wurde.

Der Konkurrenzkampf beginnt

Ab 1910 schossen die Produktionsstätten für Golfbälle in England und Schottland wie Pilze aus dem Boden. Alle Betriebe machten sich an die Arbeit, die sogenannten „Rubber Core Mesh Balls“ herzustellen. Daraus entwickelte sich die moderne Form des Golfballs wie wir ihn heute kennen. Die in den frühen Zeiten des 20. Jahrhunderts verwendetete Methode der Golfball-Produktion, erwies sich als bahnbrechend. Diese sorgte für ein besseres Ballgefühl und verschaffte dem Spieler mehr „Spin“. Im Jahr 1905 ließ sich der Engländer William Taylor diese Technik patentieren. 1920 lief das Patent aus und die Produktionsfirmen rissen sich förmlich um die Vorteile gegenüber ihren Konkurrenten. Von nun an überzeugten die einzelnen Hersteller mit einer großen Portion Kreativität. So wurde beispielsweise der „Rifled Ball“ entwickelt, welcher im Design an einen Gewehr-Lauf erinnert. Der Hersteller gestaltete seine Werbekampagne mit den Worten, der Golfball fliege wie ein Geschoss.

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