Wärmst du dich vor Deinem Golfspiel auf oder bevorzugst du einen Kaltstart?

Es gibt verschiedene Typen von Golfern. Ein paar Stellen wir hier in aller Kürze vor und nehmen eines vorweg: Nicht Aufwärmen ist ein „No go“!!

Typ 1:
Gehörst du auch zu denjenigen, die mal „schnell eben“ eine Runde Golf spielen wollen?

Das sieht dann ungefähr so aus:
Zum Club fahren, die Sachen schnell aus dem Spind holen und feststellen, dass du weder Essen noch Trinken mit hast.
Draußen siehst du, dass sich noch ein paar Golfer einspielen: Sprich, gleich ist der Abschlag besetzt bzw. denkst du:“Wenn ich nicht gleich gehe, habe ich sie nachher im Nacken sitzen.“ Ok, also gibt es nur eine Lösung: Der beliebte Kaltstart! Ein kleiner Engel flüstert Dir, dass das eigentlich nicht gut ist. Der Teufel bestätigt Dich in deiner Einstellung: letzte Woche hat es auch geklappt. Nächstes mal schlägst du dich ein und wärmst dich auf – außerdem wolltest du ja auch nur eine paar wenige Löcher gehen. Der Teufel gewinnt.

Auf dem Platz ist es ruhig. Die ersten Schläge sitzen natürlich überhaupt nicht. „Macht nichts“ – du brauchst beim Kaltstart immer ein, zwei Löcher zum Warm werden. Kennst Du schon… Am 2. Loch wird Dein Spiel so mies, dass du kurzzeitig denkst. „Ok, einspielen wäre wirklich besser gewesen. Nächstes mal und dann ganz bestimmt!“
Auf der 3. Bahn hast du deinen Durchbruch. Einige Schläge sind wirklich gut. Da es gerade läuft spielst du doch 9 oder 18 Löcher. Inzwischen müsste sich dein Körper auch eingegroovt haben.
Spätestens jedoch an der 6 oder 7 hast du Durst, dein Körper bräuchte Energie, du schleppst dich zu Bahn 8 oder 9.

Spass hattest du nicht wirklich, aber du warst immerhin Golfen. Nächstes mal, so dein Plan, nimmst du Wasser und Essen mit und hast Zeit. Ganz viel Zeit zum Warm up, einspielen und einen ruhigen Start. So, wie du es dir schon seit Jahren vornimmst…

und die Golfer von der Range? Sie waren gar nicht auf dem Platz….

Typ 2:
Nimmt sich „Zeit“ zum Einschlagen.
Schläger holen, ein paar Golfbälle mit dem Driver kloppen. Volle Pulle. Fliegt weit, läuft, kann losgehen.

Typ 3:
das sind verschiedene Typen, die sich bedingt durchs Alter unterscheiden:
– Jugend: „Aufwärmen brauch ich nicht. Ich bin schon Rad gefahren.“
– mittleres Alter: „Ich bin noch jung .. (..und früher immer Rad gefahren).“
– Senior: „Ja, aufwärmen wäre gut. Ich weiß nicht wie und spiele schon so lange. Bis jetzt ging es immer einigermaßen gut.“
– Oder es gibt die, die meinen sich aufzuwärmen. Für sie ist es selbstverständlich und sie biegen ihre Schläger in den Händen schnell ein paar Mal hin und her und meinen sie sind nun aufgewärmt.

Diese verschieden Typen und bestimmt noch einige andere kuriosen Arten oder nicht Arten des Aufwärmens gibt es immer wieder auf der Driving Range zu bewundern.

Liebe Golffreunde, nicht aufwärmen ist ein NO GO!!!
Es ist verdammt wichtig euch aufzuwärmen, auch wenn ihr es albern, langweilig, unnötig und öde findet! Sucht euch Spielpartner und wärmt euch gemeinsam auf, wenn ihr nicht den Mumm habt alleine etwas für euch und euren Körper vor dem Spiel zu tun.
Wie der Abschlag an jedem Loch selbstverständlich ist, solltet ihr Aufwärmen als normale Sache ansehen, die zum Golfen dazu gehört.

Und deswegen gibt es natürlich auch noch den
Typ 4:
Der, der es einfach geschnallt hat, wie wichtig das Warm Up unabhängig vom Alter und Leistungsniveau ist!
Aufwärmen kann vielfältig sein und völlig unterschiedlich:
Manche hören dabei Musik um zu entspannen und völlig bei sich zu sein.

Sinn und Zweck des Aufwärmens ist es, gezielt deine Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke auf den kommenden Bewegungsablauf (= deinen Golfschwung!) vorzubereiten.
Ein gezieltes Warm up mindert nicht nur dein Verletzungsrisiko, sondern steigert auch Deine Beweglichkeit und aufgewärmt spielt es sich schlicht und einfach besser.
Es gibt kein Universalrezept: jeder ist individuell, sowohl bei der Art und Weise des Aufwärmens sowie beim Ablauf des Einschlagens.

Übrigens: Nur ein paar Bälle spielen, ist kein Aufwärmen.
Die Möglichkeiten und Expertentips sind vielfältig.
Wichtig ist vor allem
1: Stretching mit oder ohne Faszienrolle
2: deinen Drehapparat aktivieren. Schultern, Oberkörper, Rumpf.
3: Das Einschlagen sollte man nicht mit dem Driver beginnen.
Viele beginnen mit Pitchen und Putten und arbeiten sich dann von den kurzen bis hin zu den langen Schlägern.

Übungen um den Kreislauf erst einmal in den Schwung zu bekommen könnten z.B. sein: Radfahren, Seilspringen, Laufen, Hampelmann
Auch Übungen für die allgemeine Fitness zur Stärkung deiner Muskeln wie langsame Kniebeuge und Liegestütze sind sehr zu empfehlen.

Gut durchgeführt beansprucht es keine 10 Minuten um gut vorbereitet auf deine Runde zu gehen.

Wie sieht es bei Dir aus? Welcher Typ bist Du? Ich muss leider gestehen, dass ich lange Typ 1 war..Heute weiß ich es zum Glück besser und habe effektive Unterschiede gemerkt, wenn ich gut vorbereitet und aufgewärmt meine Schläger schwinge.

Be yourself – play like a god!

2 Responses

  1. Kiss Attila

    Hi Ricarda!
    Danke,danke,danke! Alles gewusst und bis jetzt trotzdem immer Typ 1 geblieben!😖 Ist jetzt vorbei, ab sofort wird sich effektiv aufgewärmt👍!
    MfG
    Attila

    Antworten
    • FOREACE

      Hehe…
      Hallo Attila,
      so ist das leider oftmals 😉
      Hoffentlich klappt es in Zukunft besser.

      Antworten

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