Der Ryder Cup 2018: Das ewige Golf-Duell zwischen Amerika und Europa

Am 2. Oktober 2016 stand fest: Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den Ryder Cup gewonnen. Bereits zum 26. Mal konnten die Golfer der USA damit ihre Konkurrenten aus Europa ausstechen und die goldene Trophäe in Empfang nehmen. Der Austragungsort war der Hazeltine National Golf Club in Chaska im US-Bundesstaat Minnesota. Weil das alle zwei Jahre stattfindende Turnier abwechselnd auf einem Golfplatz in den USA und Europa ausgetragen wird, ist bei der nächsten Auflage im Jahr 2018 wieder ein europäischer Platz an der Reihe. Und der wird in Frankreich liegen.

Der Austragungsort des Ryder Cups 2018

Als Austragungsländer für den Ryder Cup 2018 haben sich bis zur Deadline fünf Länder beworben: Deutschland, die Niederlande, Portugal, Spanien und Frankreich. Schweden hatte seine Bewerbung kurz vor Ende der Frist zurückgezogen. Als deutscher Kandidat ging der Wittelsbacher Golfclub Rohrenfeld-Neuburg an den Start, favorisiert war allerdings der spanische Platz in Tres Cantos. Mit einem Zuschlag für den Ryder Cup 2018 sollte dem verdienten spanischen Golfprofi Seve Ballesteros Tribut gezollt werden, der 1997 Kapitän des europäischen Teams war und im Mai 2011 verstarb. Letztlich wurde allerdings der Golfplatz Le Golf National in der französischen Stadt Saint-Quentin-en-Yvelines ausgewählt. Um die Bewerbung für den Ryder Cup zu finanzieren, spendete jeder Golfspieler der Region einen Euro. Die Organisatoren versprechen sich vom Ryder Cup 2018 einen rasanten Anstieg der aktiven Golfer in Frankreich, von 400.000 soll die Zahl der in Clubs organisierten Spieler bis 2022 auf 700.000 ansteigen. Um dies zu erreichen, sollen in Frankreich in den nächsten Jahren mehr als 100 neue Plätze entstehen.

Le Golf National

Der Platz Le Golf National wurde zwischen 1987 und 1990 in Saint-Quentin-en-Yvelines, einer Gemeinde in der Nähe von Paris, gebaut. Im Oktober 1990 wurde er vom französischen Staatssekretär für Jugen, Familie und Sport, Roger Bambuck, feierlich eröffnet. Seit 1991 finden dort regelmäßig die Open de France statt, nur zwei Mal – in den Jahren 1999 und 2001 – wurde das Turnier auf einem anderen Platz ausgetragen. Das Ressort hat eine Kapazität von 80.000 Zuschauern und beherbergt insgesamt drei Plätze: den Turnier-Kurs „Albatros“, den Par-71-Kurs „Aigle“ und den 9-Loch-Kurs „Oiselet“.

Der Blick auf die Statistik zum Ryder Cup

Erst zum zweiten Mal überhaupt wird der Ryder Cup im Jahr 2018 auf einem Golfplatz in Kontinental-Europa ausgetragen. Lange lagen die Plätze, auf denen das europäische Team seine Heimduelle austrug, ausschließlich in England oder Schottland, erst im Jahr 1997 wurde der Valderrama Golf Club im spanischen Sotogrande zum Austragungsort. Damals gewann Europa knapp mit 14 1/2 zu 13 1/2 gegen die USA. Anschließend fand das Turnier erneut nur in den USA oder auf den britischen Inseln statt. Damit ist Europa außerhalb Großbritanniens und Irlands noch ungeschlagen – eine Statistik, die es 2018 in Frankreich zu verteidigen gilt. Eine Serie, die noch viel länger Bestand hat, wird den europäischen Golfprofis jedoch viel wichtiger sein: Seit 1993 ist es den USA nicht gelungen, in Europa zu gewinnen. Somit sind die Europäer in fünf auf ihrem eigenen Kontinent ausgespielten Ryder-Cup-Auflagen hintereinander ohne Niederlage.

Das Wichtigste zum Ryder Cup

Der Ryder Cup ist ein seit 1927 ausgetragenes Turnier, in dem ursprünglich Profigolfer aus den USA und Großbritannien gegeneinander spielten. Ab 1973 gehörten auch irische Golfer zum Team Großbritannien, seit 1979 treten Spieler aus ganz Europa gegen die USA an. Jedes Team besteht aus zwölf Spielern, der Modus des Ryder Cups sieht ein Duell „Mann gegen Mann“ vor. An drei Tagen – von Freitag bis Sonntag – finden insgesamt 28 Matches statt, wobei ein Sieg einen Punkt für das siegreiche Team bringt. Die 42. Auflage des Ryder Cups findet vom 28. bis zum 30. September 2018 statt.

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